Das Modell
Unsere Serie von Wagen Wagen der Sächsisch-Böhmischen Portland-Cement-Fabrik AG zu Dresden ist ein Dauerbrenner. Jetzt legen wir mit zwei neuen Modellen nach – mit Formen, welche perfekt in die dargestellte Region und Zeit passen! Zwei Österreichische 20t-Güterwagen der Gattung Ke von Quack & Salber, eingestellt bei der ATE. Güterwagen kann man bekanntlich nie genug haben!

Die Wagen bieten wie gewohnt alle Finessen. Speichenräder und Stangenpuffer sind zumindest bei uns selbstverständlich – aber dann ist da noch diese Bedruckung! Selbst auf einem sehr hellgrauen Wagen haben wir die Anschriften für Bremsausrüstung, Ladegewicht und Co noch weiß grundiert – ein Detail, welches geradezu danach schreit, im Rahmen einer richtig schönen Alterung hervorgehoben zu werden. Und dieses kleine Fabrikschild unten am Langträger – haben wir wirklich….?
Vom Vorbild zur Geschichte
Die real existierende Sächsisch-Böhmische Portland-Cement-Fabrik Aktien-Gesellschaft wurde 1899 in Dresden gegründet. Sie expandierte schnell und besaß später ein Zementwerk nahe Lobositz. Für die Produktion wurden u.a. Kalkstein, Tonmineralien und Schiefer benötigt, außerdem Brennstoffe für das Werk. Ein Teil dieser Rohstoffe konnte aus dem eigenen Kalkwerk bei Hohenelbe bezogen werden. Geeignete offene Wagen für solche Transporte ließen sich in Wahrheit von den Staatsbahnen anmieten – aber dann hätten wir keine schönen Wagen mit Werbebeschriftung!
Unsere Geschichte nimmt daher an, dass die AG für ihre Rohstoff-Transporte immer mehr eigene Wagen beschaffte. Diese pendelten zwischen den Tagebauen und nahen Gruben sowie dem Hauptwerk bei Lobositz hin und her. Entsprechend legen wir, in Ergänzung der bisherigen Modelle, in Kooperation mit Tillig zwei gebremste 20t-Wagen nach österreichischem Vorbild auf, welche bei der Aussig-Teplitzer Eisenbahn eingestellt wurden.
Der erste Weltkrieg bedingte auf der einen Seite eine extreme Rohstoff-Nachfrage bei gleichzeitigem Wagenmangel – eine Ausrede, welche schon für unsere bisherigen Wagen her gehalten hat. Eigene Wagen vorzuhalten und somit gegenüber der Konkurrenz lieferfähig zu sein gab der Fabrik einen entscheidenden Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern. Klingt doch überzeugend, oder?
Übrigens: Nach unseren Recherchen besaß die gewählte Vorbildfirma wirklich eigene Wagen! Dies waren allerdings Selbstentlader und sie wurden erst in den 1920er Jahren beschafft – womöglich für Sand. Als bekennende Epoche-I-Fans wollten wir natürlich ein paar Jahre früher dran sein 😉


- Hersteller: Tillig in Kooperation mit Quack & Salber
- Ankündigungsdatum: 01. März 2026
- Auslieferungsbeginn: geplant 2026
- Vertrieb: Epoche-I-Initiative
- Maßstab 1:120 (TT)
- Set-Artikelnummer: 171303-070502-1401