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Wagen der Sächsisch-Böhmischen Portland-Cement-Fabrik

    Auf vielfachen Wunsch hin veröffentlichen wir diesmal ein Modell, welches sich an einer real existierenden Firma orientiert: Der Sächsisch-Böhmischen Portland-Cement-Fabrik zu Dresden. Dieses Modell bietet wieder eine Formneuheit: Einen eindeutig Sächsischen Wagenkasten vereint mit dem Fahrwerk und Bremserhaus der Verbandsbauart. Das alles in einem schicken Hellgrau – die perfekte Ergänzung für alle Länderbahnzüge!

    Anschriften der ersten Auflage

    Der Wagen erscheint in einer sehr kleinen ersten Auflage von ca. 125 Stück! Wenn alle, dann alle. Eine Nachauflage ist nicht geplant und erfolgt nur bei sehr hoher Nachfrage – und wenn, dann frühestens 2023.

    Aufgrund der unerwarteten sehr hohen Nachfrage haben wir uns entschieden, einen Ergänzungswagen mit anderer Betriebsnummer und weiteren Detailveränderungen herauszugeben. Dieser wird im Gegensatz zum ersten Wagen jedoch erst 2023 gefertigt werden können.

    Die Informationen zu beiden Modellen finden Sie rechts.

    Anschriften des Ergänzungswagens

    Die real existierende Sächsisch-Böhmische Portland-Cement-Fabrik Aktien-Gesellschaft wurde 1899 in Dresden gegründet. Sie expandierte schnell und besaß später unter anderem ein Zementwerk nahe Lobositz sowie ein Kalkwerk in Hohenelbe (beide in Böhmen, heute zu Tschechien gehörig). Zu dieser Zeit gehörte Böhmen zu Österreich-Ungarn, aber wir wollten lieber ein sächsisch inspiriertes Modell erschaffen. Also haben wir den Wagen kurzerhand in Dresden beheimatet, wo auch die Aktien-Gesellschaft ihren Sitz hatte, und tief in die Wagenbaukästen der damaligen Zeit gegriffen.

    Für den Zementtransport wurden üblicherweise Klappdeckelwagen sowie gut gedichtete gedeckte Güterwagen der Staatsbahn angemietet. Spezielle Behälterwagen wie die „Zwiebelwagen“ kamen erst sehr viel später auf. Das Problem: Gedeckte Privatwagen mit Werbebeschriftung gab es eigentlich fast nicht! Es war günstiger und sinnvoller, für diesen Zweck reguläre Staatsbahn-Güterwagen anzumieten, als eigene Fahrzeuge vorzuhalten.

    Um unseren Wagen auf ein glaubwürdiges Fundament zu stellen nehmen wir an, dass 1916 kriegsbedingt bereits ein erheblicher Mangel an frei verfügbaren 15t-Güterwagen herrschte. Sämtliche Länderbahnen mussten große Mengen Material für Militärzüge zur Verfügung stellen. Gleichzeitig war die Nachfrage nach Zement enorm – die Kriegswirtschaft brummte und der Bau von Befestigungs- und Militäranlagen verschlang riesigen Mengen an Ressourcen! Der größte Engpass wurde somit nicht die Produktion, sondern der Transport der eigenen Waren. Abhilfe fand die Aktiengesellschaft daher im Bau eines eigenen Privat-Güterwagens. Die Waggonfabrik Quack & Salber musste mit dem arbeiten, was an Material verfügbar war – und so kam es, dass ein Untergestell und Bremserhaus der Verbandsbauart verwendet wurden, der Wagenkasten aber aus noch vorhandenen Profilen nach dem Muster des Sächsischen G3 (lfd. Nr. 316) entstand. Die Speichenräder hätte man beim Vorbild weniger aus optischen Gründen gewählt, sondern weil man froh war, diese Altbestände noch aufbrauchen zu können – den Modellbahner freut’s dafür um so mehr!

    Der so entstandene Mischling war als Privatwagen dem Zugriff des Militärs entzogen – die Sächsisch-Böhmische Portland-Cement-Fabrik konnte frei über ihn verfügen und hatte somit einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen nahen Fabriken. Natürlich gab man dem eigenen Wagen eine schlichte, dem Zeitgeist entsprechende Werbebeschriftung – und eine passende sehr hellgraue Lackierung, auf welcher der Zementstaub fast nicht auffiel, welcher trotz aller Vorsicht unausweichlich auch das Wagenäußere erreichte.

    Die Wagen sehen gemessen an ihrem Verwendungszweck wunderbar schick aus. Wäre da nicht das sandfarbene Dach, hätte man direkt von einem Fotolack-Anstrich sprechen können! Und obwohl diesmal wenig Farbe im Spiel ist, ist der Druck wieder recht aufwändig – alle Kastenprofile sowie diverse Seitenwandfelder der Wagen wollen separat bedruckt werden, damit sich nichts verzieht. Wir lieben einfach perfekte Modelle, deswegen gibt’s sogar weiß gedruckte Hintergründe für diverse Anschriften, obwohl man auch den sehr hellgrauen Grundlack hätte durchscheinen lassen können. Wenn, dann richtig!

    Erster Wagen

    Status: Eventuell Restexemplare im Shop

    • Hersteller: Hädl Manufaktur
    • Ankündigungsdatum: 01. September 2022
    • Auflage: ca. 125 Stück
    • Auslieferungsbeginn: geplant noch 2022
    • Vertrieb: hier im Shop
    • Mehr Informationen: im TT-Board
    • Artikelnummer: (folgt)

    Ergänzungswagen

    Status: Vorbestellbar

    • Hersteller: Hädl Manufaktur
    • Ankündigungsdatum: 05. September 2022
    • Auflage: Vorbestellungen unbgerenzt
    • Auslieferungsbeginn: geplant 2023
    • Vertrieb: hier im Shop
    • Mehr Informationen: im TT-Board
    • Artikelnummer: (folgt)